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Jobsuche in der Freileitungsbranche: Prognosen für 2026 in Deutschland

 

Jobsuche in der Freileitungsbranche: Prognosen für 2026 in Deutschland

Einordnung: Wer und was steckt dahinter?

Die Freileitungsbranche ist ein eher spezialisierter Teil des Energiesektors. Hier geht es um Planung, Bau, Wartung und Reparatur von Hoch- und Mittelspannungsleitungen. Ohne diese „Adern“ läuft in Deutschland kaum Strom über größere Entfernungen. Die Branche ist schon seit Jahrzehnten geprägt von eher stabilen, aber nicht unbedingt schnell wachsenden Strukturen.

Historisch gesehen gab es nach der Energiewende 2011 einen deutlichen Ausbaubedarf, insbesondere für Stromtrassen in Nord-Süd-Richtung. Die Nachfrage nach Fachkräften stieg, blieb aber oft hinter den Erwartungen, weil qualifiziertes Personal knapp ist.

Aktuelle Jobprognosen für 2026

Die Lage 2026 wird in Deutschland voraussichtlich von mehreren Faktoren geprägt:

  • Fachkräftemangel: Laut einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) könnten bis 2026 etwa 15–20 % der Arbeitsplätze im Bereich Leitungsbau unbesetzt bleiben, wenn keine gezielte Nachwuchsförderung erfolgt.

  • Nachhaltige Energie & Netzausbau: Mit dem weiteren Ausbau von Wind- und Solarenergie steigt die Nachfrage nach neuen Freileitungen und Wartung bestehender Trassen. Prognosen der Bundesnetzagentur gehen von etwa 3–4 % jährlichem Wachstum bei Projekten für Mittel- und Hochspannung aus.

  • Regionale Unterschiede: In Süddeutschland, wo viele Trassen den Strom aus Norddeutschland aufnehmen, könnten lokale Unternehmen eher unter Personaldruck geraten. In Ostdeutschland ist die Lage gemischter: Weniger Projekte, aber ebenfalls begrenzte Fachkräfte.

Typische Jobsituationen

Ein Blick in den Alltag zeigt, was das für Bewerber bedeutet:

  • Facharbeiter auf Montage arbeiten oft tageweise an Hochspannungsmasten, manchmal in der Höhe oder bei Wind und Wetter. Hier zahlt Erfahrung doppelt: Sicherheit und Schnelligkeit.

  • Planer und Ingenieure sitzen seltener im Büro, sondern koordinieren Baustellen, kommunizieren mit Netzbetreibern, erstellen Genehmigungsunterlagen. Ein Job, bei dem jede Verzögerung sichtbar wird.

  • Wartung & Inspektion: Drohnen oder spezielle Messgeräte werden immer wichtiger. Techniker, die Drohnen bedienen können, haben klare Vorteile.

Kleinvergleich: Wer einmal in der Branche war, merkt schnell – eine Stelle in Bayern kann wegen der Nähe zu großen Netzanbietern attraktiver sein als eine ähnlich vergütete Position im Norden, allein wegen der Projektvielfalt.

Praxisnaher Tipp

Wer 2026 einsteigen will, sollte sich nicht nur auf den klassischen Lebenslauf verlassen. Zertifikate in Arbeitssicherheit, Drohnensteuerung oder spezielle Softwarekenntnisse sind echte Türöffner.

Persönliche Einschätzung

Aus meiner Sicht bleiben die Jobchancen solide, gerade für Spezialisten. Wer flexibel ist, zwischen Baustellen und Planung jonglieren kann, hat gute Karten. Die Branche ist nicht sexy, aber verlässlich – wer ein Stück Praxis, Höhenluft und Technik mag, wird nicht enttäuscht.


FAQ – Häufige Fragen

1. Welche Ausbildung ist 2026 besonders gefragt?

  • Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Techniker für Elektrotechnik oder Ingenieurwesen mit Fokus Energie. Zusatzqualifikationen in Arbeitssicherheit und Drohnenanwendung erhöhen die Chancen.

2. Wie sehen die Gehälter aus?

  • Ein Facharbeiter liegt durchschnittlich bei 3.200–3.800 € brutto/Monat, Ingenieure zwischen 4.500–6.500 €, abhängig von Erfahrung und Region. Spezialisierungen wie Mastenprüfung können Boni bringen.

3. Gibt es Aufstiegschancen?

  • Ja, wer Projekte leitet oder Prüfungen abnimmt, kann schnell Teamleitung oder Bauleitung übernehmen. Auch Wechsel in Planungsbüros sind üblich.

4. Wie flexibel sind die Arbeitszeiten?

  • Montagearbeiten oft tageweise, Früh- und Spätschichten möglich. Planer und Ingenieure haben flexiblere Bürozeiten, aber Deadlines können Wochenenden betreffen.

5. Welche Soft Skills helfen?

  • Kommunikationsfähigkeit, Problemlösung vor Ort, Sicherheitsbewusstsein und ein gewisses Maß an „Handfestigkeit“.

6. Wie finde ich passende Stellen?

  • Netzbetreiber, spezialisierte Bauunternehmen, Jobportale für Elektro- und Energietechnik, regionale Arbeitsagenturen.


Labels/Tags: 

Freileitung, Stromnetz, Jobprognose 2026, Energietechnik, Karriere, Fachkräfte, Montage

Meta-Beschreibung: 

Jobchancen in der Freileitungsbranche 2026: Prognosen, Gehälter, Fachkräftemangel und praxisnahe Tipps für Bewerber in Deutschland.



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